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Fischbestände durch Überfischung bedroht

03.03.2009 09:01 Uhr Pressemeldung von: proglobo.de
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Autor: Martin Fisch (flickr)

Der neue Fischereireport der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) macht deutlich, wie ernst die Lage ist. Demnach sind schon heute 80 Prozent der Fischbestände in den Weltmeeren überfischt, und ein Ende sei nicht in Sicht. Dabei gelten schon seit 1995 von der FAO verabschiedete freiwillige Richtlinien, um der Bedrohung der Meeresbestände entgegenzuwirken. Doch keine der 53 mittleren und großen Fischereinationen hält diese Richtlinien komplett ein.

Der veröffentlichte Bericht zur Lage der Weltfischerei sieht die Überkapazitäten als eines der Hauptprobleme an. Es gebe einfach zu viele Boote bei sehr effektiven Fangtechnologien. Die Weltfischerei hatte 2006 mit 143,6 Millionen Tonnen Fisch einen neuen Produktionsrekord aufgestellt. Etwa 75 Prozent der Fänge landeten auf dem Nahrungsmittelmarkt, wovon fast die Hälfte aus Zuchtbeständen stammte.

Als besonders wichtig konstatierte der Bericht die Anpassung der Fischerei an die Folgen des Klimawandels und daraus resultierendn Entwicklungen von neuen Strategien. Regionen, die stark von der Fischerei abhängig sind, müssten damit rechnen, dass sich lokale Fischgrüne aufgrund des Klimawandels verlagern oder schrumpfen. Bereits jetzt sei der Einfluss auf die Süß- und Meerwasserpopulationen erkennbar. "Warmwasserarten wandern mehr zu den Polen, was ihren Lebensraum und ihre Produktivität verändert", so FAO-Berichterstatter Kevern Cochrane.

Am dramatischsten sei die Lage im nordwestlichen Atlantik, im westlichen Indischen Ozean und im nordwestlichen Pazifik. Die wirtschaftlichen Verluste durch Überfischung werden auf jährlich 40 Milliarden Euro geschätzt. Um den drastischen Folgen zu begegnen seien mehr Schutzgebiete, umweltfreundlichere Fangtechniken und kleinere Fangflotten notwendig. Dies müsse durch verbindliche Richtlinien gewährleistet werden.

Quelle: www.gmx.de

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